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Geschäftsentwicklung-Jobs in den erneuerbaren Energien
Jobs im Bereich Geschäftsentwicklung in der erneuerbaren Energie
Geschäftsentwickler in der erneuerbaren Energie erschließen neue Märkte, Kunden und Partnerschaften: Sie sichern Projektrechte, verhandeln Kooperationen und Abnahmeverträge und bauen für ihr Unternehmen Geschäft auf, das es vorher nicht gab. Wie groß der Wettbewerb um solche Chancen ist, zeigen die Ausschreibungen für Windenergie an Land. Nach der Halbjahresauswertung der Fachagentur Wind und Solar waren die Gebotstermine im ersten Halbjahr 2026 zweieinhalbfach überzeichnet, während die Menge der erteilten Genehmigungen mit 9,1 Gigawatt einen Rekord erreichte. Wer ein Projekt bis zum Zuschlag bringen will, braucht einen Standort, eine Genehmigung und ein wettbewerbsfähiges Gebot zugleich.
Geschäftsentwicklung ist nicht Vertrieb
Die Stellenanzeigen vermischen zwei Berufe, die sich im Alltag deutlich unterscheiden. Ein großer Teil der Anzeigen mit Titeln wie Sales Manager oder Area Business Manager richtet sich an den Verkauf von Solaranlagen und Speichern an Haushalte, also an klassischen Vertrieb und Kundenmanagement. Geschäftsentwicklung im engeren Sinn arbeitet früher und mit längeren Zyklen: Sie identifiziert neue Länder, Technologien oder Kundensegmente, knüpft Partnerschaften mit Grundeigentümern, Kommunen, Stadtwerken oder Industriekunden und bereitet Verträge vor, deren Wert oft erst Jahre später in der Bilanz auftaucht.
Bei Projektierern überschneidet sich die Rolle mit der Projektentwicklung und der Flächensicherung. Business Developer akquirieren dort Standorte, führen die ersten Gespräche mit Gemeinden und entscheiden mit, welche Projekte weiterverfolgt werden. Bei Versorgern und Energiedienstleistern geht es eher um Kunden: Stromabnahmeverträge mit Industrieunternehmen, Wärmelösungen für Kommunen oder Flexibilitätsangebote für Gewerbekunden.
Arbeitgeber und Standorte
Berlin ist mit großem Abstand der wichtigste Standort für Stellen in Geschäftsentwicklung und Vertrieb auf Rejobs, vor Hamburg, London, München und Amsterdam. Zu den aktiven Arbeitgebern gehören der Münchner Projektierer BayWa r.e., Vattenfall, EDP Renewables und Octopus Energy. Der tschechische Hersteller von Blockheizkraftwerken TEDOM sucht regelmäßig Business Developer, und Anbieter netzferner Solarsysteme wie d.light bauen ihr Geschäft in Afrika und Asien aus. Hinzu kommen junge Unternehmen wie das Londoner Axle Energy, das die Flexibilität von Batterien und Elektrofahrzeugen vermarktet.
Die häufigsten Titel sind Business Development Manager, Senior Business Development Manager und Business Developer, dazu Associates und Analysten, die Marktdaten, Wettbewerber und Förderbedingungen aufbereiten.
Gefragte Kompetenzen
Gefragt ist eine seltene Mischung aus Verhandlungsgeschick und Verständnis für Genehmigungen, Netzanschluss und Finanzierung. Wer die Wirtschaftlichkeit eines Windparks grob rechnen, einen Stromabnahmevertrag lesen und einem Gemeinderat die Vorteile eines Projekts erklären kann, hat auf diesem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen. Für länderübergreifende Rollen sind Deutsch und Englisch häufig Mindestanforderung, weitere Sprachen ein deutlicher Vorteil. Die Nachfrage nach solchen Profilen wächst mit dem Markt insgesamt: Laut einer Analyse der Bertelsmann Stiftung stieg die Zahl der Stellenanzeigen rund um die Energiewende in Deutschland zwischen 2019 und 2024 von 173.000 auf 372.500.