Erneuerbare-Energien-Jobs · IoT

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    Dresden, Deutschland
      Flexibel   Vollzeit   Vor 2 Monaten
  • IoT-Jobs in der erneuerbaren Energie

    IoT-Ingenieure in der erneuerbaren Energie entwickeln Firmware, Gateways, Cloud-Plattformen und APIs, die Wechselrichter, Speicher, Wallboxen, intelligente Messsysteme und Sensoren mit Netzbetreibern und Vermarktern in Echtzeit verbinden. Der globale Markt für IoT in der Energie wuchs 2025 auf 34 Milliarden US-Dollar und soll bis 2034 auf 111 Milliarden steigen. In Deutschland kommt das Geschäft erst jetzt in Fahrt: Ende 2025 lag der Anteil intelligenter Messsysteme bei 5,5 Prozent der knapp 56,5 Millionen Stromzähler, und die Bundesnetzagentur eröffnete im März 2026 siebenundsiebzig Aufsichtsverfahren gegen Messstellenbetreiber, die die gesetzliche 20-Prozent-Quote verfehlen.

    Was die Rollen konkret tun

    Hinter dem Label "IoT" stehen drei verschiedene Berufe. Embedded- und Firmware-Entwickler schreiben C, C++ oder Rust für Wechselrichter-Gateways, Batteriesteuerungen und Untermessgeräte, meist auf ressourcenarmen ARM-Cortex-M-Mikrocontrollern, mit Modbus, CAN oder herstellerspezifischen Protokollen auf der Geräteseite und MQTT oder OPC UA im Uplink. Backend-Plattform-Entwickler bauen Zeitserien-Ingest, Geräteverwaltung und mandantenfähige APIs, die diese Datenströme zu etwas verdichten, was ein DERMS-Betreiber oder ein Handelsdesk verarbeiten kann; üblich sind Go, Python oder TypeScript auf Kafka, InfluxDB oder TimescaleDB und Kubernetes. Inbetriebnahme- und IoT-Integrationsingenieure sitzen dazwischen und klären, warum ein bestimmter Fronius-Wechselrichter bei einem bestimmten Kunden die Cloud nicht erreicht.

    Wer einstellt

    Software-Firmen dominieren das Bild. EnergyHub und gridX bauen DERMS- und Heimenergiemanagement-Plattformen für Versorger; Kiwigrid und KUGU bedienen Mess- und Submetering für Wohnungswirtschaft und PV-Installateure. Auf der Hardwareseite stehen Landis+Gyr bei intelligenten Messsystemen, Fronius bei Wechselrichter-Telemetrie und Nextracker bei Solar-Tracker-Monitoring. Im Sommer 2025 spaltete der Berliner Installateur Enpal die Smart-Meter-Tochter Metrify ab, die mit über 70.000 installierten iMSys nach eigenen Angaben der größte wettbewerbliche Messstellenbetreiber Deutschlands ist und entsprechend Embedded- und Plattformpersonal nachfragt.

    Wo die Stellen liegen

    Die Ausschreibungen konzentrieren sich stark auf den deutschsprachigen Raum. Berlin, München, Hamburg, Aachen und Dresden bündeln die Mehrheit der offenen Stellen, gefolgt von Wien. Das ist erstens geografisch begründet: gridX, Kiwigrid, KUGU, Rabot Energy und Fronius sitzen alle im DACH-Raum. Zweitens regulatorisch: das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende verpflichtet die Messstellenbetreiber seit Mai 2023 zum Rollout, und seit Februar 2025 hat jeder Haushalt das Recht, ein intelligentes Messsystem zu verlangen. E.ON hat 35 von 42 Milliarden Euro im Investitionsplan 2024-2028 für die Netzmodernisierung vorgesehen und treibt damit die Personalnachfrage für digitale Infrastruktur. London und die US-Westküste sind die anderen relevanten Cluster.

    Was überdurchschnittlich vergütet wird

    In den Ausschreibungen 2025-2026 fallen drei Skill-Kombinationen auf. Erstens OT-Sicherheit: wer IEC 62443 sicher beherrscht und Umspannwerke oder Großbatteriespeicher kennt, bekommt einen spürbaren Gehaltsaufschlag, weil der regulatorische Druck aus NIS2 schneller wächst als das Angebot qualifizierter Ingenieure. Zweitens die Spannweite zwischen Embedded und Cloud: Entwickler, die vormittags ein Modbus-Registermapping lesen und nachmittags einen Kubernetes-Operator ausrollen, sind rar und teuer. Drittens Erfahrung mit virtuellen Kraftwerken und Lastmanagement, denn tausende kleine Speicher und Wärmepumpen so zu aggregieren, dass ein Netzbetreiber sie tatsächlich abruft, ist anspruchsvoller, als Pitch-Decks suggerieren.

    Wohin sich das Feld entwickelt

    Die nächste Einstellungswelle bringt Vehicle-to-Grid und dynamische Tarife. BMW brachte im September 2025 das erste kommerzielle V2G-Produkt in Deutschland auf den Markt; preisgesteuerte Wallboxen sind heute Standardfunktion. Gefragt sind Ingenieure mit ISO 15118-20 Plug-and-Charge, OCPP 2.0.1 und der Wirtschaftlichkeitsrechnung für Anlagen hinter dem Zähler. Die Hardware wird zur Massenware; der Wert verschiebt sich in die Plattform, die sie steuert.


    Zuletzt aktualisiert am Jun 8, 2026 | Ein Problem melden

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