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Jobs in der gebäudeintegrierten Photovoltaik

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Gebäudeintegrierte Photovoltaik
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Der obige Standort gilt für Vor-Ort- und Hybrid-Stellen.
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2 Stellen · 1 aktiver Filter · vor 132 Tagen aktualisiert

Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Jobs in den erneuerbaren Energien

Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Jobs in der erneuerbaren Energie

Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) ersetzt Bauteile der Gebäudehülle durch stromerzeugende Elemente: Solarziegel statt Dachziegel, PV-Glas statt Fassadenverkleidung, Module als Sonnenschutzlamellen oder Isolierverglasung. Sie ist damit Bauprodukt und Kraftwerk zugleich, was sie von der gewöhnlichen Dachphotovoltaik unterscheidet. Das Potenzial ist kaum erschlossen. Laut den Aktuellen Fakten zur Photovoltaik des Fraunhofer ISE bieten Dächer und Fassaden in Deutschland ein technisches Potenzial von rund 1.000 Gigawatt, genutzt werden bisher weniger als 10 Prozent des Dach- und weniger als ein Promille des Fassadenpotenzials.

Warum die Fassade anders funktioniert

An einer senkrechten Südfassade liefert ein Modul nach Fraunhofer-Angaben rund 29 Prozent weniger Jahresertrag als auf einem 45 Grad geneigten Süddach. Dafür schwankt der Ertrag zwischen Sommer und Winter deutlich weniger: Der Minderertrag trifft vor allem die sonnenreichen Monate, in denen Dachanlagen ohnehin mehr liefern, als vor Ort verbraucht wird. Für Planer verschiebt sich damit die Rechnung. BIPV wird nicht gegen eine Aufdachanlage verglichen, sondern gegen die Fassadenverkleidung aus Glas, Naturstein oder Metall, die sie ersetzt.

Genau darin liegt die Schwierigkeit des Berufsfelds. Ein BIPV-Element muss als Bauprodukt zugelassen sein, Brandschutz, Statik, Wärme- und Schallschutz erfüllen und zugleich elektrisch sicher verschaltet werden. Architekten, Fassadenplaner, TGA-Planer und Elektrofachleute müssen früh zusammenarbeiten, und BIPV ist eng an Bau- und Sanierungszyklen gebunden. Wer eine Fassade erst nach Fertigstellung nachrüsten will, landet fast immer bei konventionellen Modulen.

Wer einstellt

Der Markt ist klein und spezialisiert. Der Schweizer Hersteller Megasol aus Deitingen produziert farbige Solarfassaden und Indach-Systeme und wirbt auf Rejobs um neue Mitarbeitende. Das Ingenieurbüro Cundall und VINCI Energies planen die technische Gebäudeausrüstung, in der BIPV neben Lüftung, Heizung und Gebäudeautomation ein Gewerk unter vielen ist. An der TU Delft forscht ein Team an lumineszierenden Materialien für Photovoltaik-Fenster.

Typische Stellen sind TGA-Planer, Elektroingenieure für Gebäudetechnik, Design Engineers und Projektleiter bei Fassadenbauern. Reine BIPV-Stellen sind selten, häufiger ist BIPV ein Teil der Arbeit an der Gebäudeenergieeffizienz oder in der Photovoltaikplanung.

Welche Profile gefragt sind

Den Vorsprung haben Menschen mit Doppelqualifikation: Bauingenieure und Architekten, die Photovoltaik verstehen, oder Elektroplaner, die sich im Fassadenbau und im Bauordnungsrecht auskennen. Fassadenbauer, Glaser und Dachdecker mit Elektroerfahrung finden ebenfalls Wege in die Montage.

Das ISE weist zudem darauf hin, dass integrierte PV zwar etwas höhere Stromgestehungskosten hat als ein Solarpark, dafür aber Flächenkonflikte vermeidet und Material spart, wenn sie eine Fassade ersetzt. Bei rund 40 Millionen Gebäuden in Deutschland entscheidet sich an jeder Sanierung neu, ob diese Fläche Strom liefert oder nicht.

Zuletzt aktualisiert am Sep 25, 2026 · Problem melden

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