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Freileitungs- und Kabelmontage-Jobs

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Masten stellen und beseilen, Erdkabel ziehen, Muffen setzen, teils unter Spannung. Rund 16.800 Kilometer Höchstspannungsleitungen sind in Deutschland zu bauen, und Muffenmonteure für 380 Kilovolt sind europaweit knapp. Über den Arbeitsmarkt

Freileitungs- und Kabelmontage
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Freileitungs- und Kabelmontage-Jobs in den erneuerbaren Energien

Freileitungs- und Kabelmontage-Jobs in der erneuerbaren Energie

Freileitungs- und Kabelmontage ist die handwerkliche Seite des Netzausbaus: Masten stellen und beseilen, Erdkabel ziehen, Muffen und Endverschlüsse setzen, Leitungen prüfen und Netze teilweise unter Spannung instand halten. Der Bedarf in Deutschland liegt bei rund 16.800 Kilometern Höchstspannungsleitungen, und für 4.725 Kilometer davon sind die Genehmigungsverfahren bislang vollständig abgeschlossen. Der Rest ist Arbeit, die noch niemand gemacht hat.

Was gebaut werden muss und was gebaut ist

Der Bundesbedarfsplan umfasste zum 31. März 2026 106 Vorhaben mit rund 14.968 Kilometern. Davon waren 1.534 Kilometer vollständig in Betrieb, 1.179 Kilometer fertiggestellt, aber noch nicht zugeschaltet, und 4.739 Kilometer genehmigt und vor oder im Bau. Für etwa 6.414 Kilometer läuft das Planfeststellungs- oder Anzeigeverfahren noch. Die älteren EnLAG-Vorhaben sind mit 1.385 von 1.808 Kilometern in Betrieb deutlich weiter.

Diese Zahlenreihe ist für Bewerber wichtiger als jede Prognose, denn sie beschreibt eine Pipeline, die gefüllt ist und sich über Jahre abarbeitet. Die großen Gleichstromvorhaben zeigen die Dimension: SuedLink besteht aus zwei Abschnitten von 693 und 539 Kilometern, jeweils zwei Gigawatt bei 525 Kilovolt, mit geplanter Inbetriebnahme 2028.

Der Muffenmonteur ist der eigentliche Engpass

Ein Erdkabelabschnitt entsteht in gleichförmigen Schritten: Graben ausheben, Bettung herstellen, Kabel von der Trommel einziehen, verlegen, und alle paar hundert Meter kommt der kritische Moment. Eine Hochspannungsmuffe zu setzen dauert viele Stunden, verlangt Staubfreiheit, exakte Geometrie und ruhige Hände, und jeder Fehler zeigt sich erst bei der Prüfspannung oder Jahre später als Durchschlag. Muffenmonteure für 380 Kilovolt sind europaweit knapp und werden entsprechend bezahlt.

Auf der Freileitungsseite ist die Arbeit anders, aber nicht leichter: Mastmontage in großer Höhe, Seilzugarbeiten über Autobahnen und Gewässer, und bei laufendem Betrieb Arbeiten unter Spannung, für die es eigene Zulassungen gibt. Beide Zweige haben ihre eigene Sicherheitskultur, und in beiden ist Arbeitssicherheit keine Formalität, sondern Berufsvoraussetzung.

Übertragungsnetz oder Verteilnetz

Die Arbeitgeber teilen sich in zwei Welten. Die vier Übertragungsnetzbetreiber bauen die großen Achsen und wachsen sichtbar: Amprion investierte 2025 5,4 Milliarden Euro und vergrößerte die Belegschaft um gut elf Prozent auf rund 3.400 Mitarbeitende, 50Hertz investierte 3,8 Milliarden Euro und stellte 362 neue Kolleginnen und Kollegen ein.

Die Verteilnetzbetreiber sind der zahlenmäßig größere Arbeitgeber und bekommen weniger Aufmerksamkeit. Sie schließen Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladepunkte an, verstärken Ortsnetze und ersetzen Kabel aus den 1960er Jahren. Auf Rejobs schreibt unter anderem Netze BW Monteurstellen in den Netzregionen aus. Wer Wohnortnähe und planbare Schichten sucht, ist im Verteilnetz besser aufgehoben; wer Großprojekte und Montagezulagen will, im Übertragungsnetz.

Hinzu kommen die spezialisierten Leitungsbauunternehmen, die im Auftrag beider Gruppen arbeiten und den größten Teil der eigentlichen Montage stellen.

Zugang und Weiterentwicklung

Der übliche Einstieg ist eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik oder zur Elektrofachkraft mit anschließender Spezialisierung auf Kabel- oder Freileitungsmontage, ergänzt um Höhentauglichkeit, Schaltberechtigung und die Zulassungen für Muffenarbeit. Quereinsteiger kommen aus dem Tiefbau, der Industriemontage und der Bundeswehr.

Der Aufstieg führt über die Bauleitung, die Umspannwerkstechnik oder die Netzplanung. Innerhalb der intelligenten Stromnetze ist die Montage der Bereich, der sich am wenigsten automatisieren lässt: Ein Kabel zieht sich nicht selbst ein, und eine Muffe setzt keine Software.

Zuletzt aktualisiert am Sep 23, 2026 · Problem melden

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